Moroccan-Life-Goals

—deutsche Übersetzung unten—

Hey, I just feel like writing something in English again, so here it is…

Yesterday afternoon I was finally able to achieve one of my dozens of moroccan-life-goals. I was buying a new washing machine for our apartment with a friend – or let’s erase the „new“, just any washing machine with a reasonable price for someone who has already done one year voluntary work in here. — By the way, I totally forgot to celebrate that with you! Shame on me, 7chouma, I should be writing an article about that soon —

So we went to the souk in Akkari, Rabat. For me a very nice place, it combines my flee-market-memories with moroccan market-experiences, so I just kinda fell in love with the place. My friend asked me kinda concerned but also amused „You like this place? What’s wrong with you, it is soooo dirty.“
We looked for some washing machines that were good looking but over our budget till we came to the end of the souk where we found an old, rosty one that price was less than the half of the other ones. We decided to take it.

But that is not the point of the story. The most significant thing for this article is the way back home with that washing machine. So there was a guy who was taking it with a small transporter, two seats in the front and the washing machine at the loading space. And in the end also me on the loading space. That is one thing I’ve wanted to do since the day I came here and finally was it going to happen. I enjoyed the four kilometers home way to much, was laughing and smiling and taking photos and videos all the time. If it wouldn’t be that expensive to transport stuff or to buy new washing machines all the time, I’d take this kind of car on my daily way to work. Well, I am crazy and that is for sure.

 

End of the story: The washing machine got home safe and sound, but one cable got stuck at the door and a piece broke. So the mechanic has to come again to our house, wohooo.

 

Gestern nachmittag habe ich endlich eines meiner dutzenden Marokko-Ziele erreicht. Ich war mit einem Freund unterwegs, um eine neue Waschmaschine für unsere Wohnung zu beschaffen – obwohl, streicht das „neu“, einfach irgendeine Waschmaschine mit einem angemessenen Preis für jemanden, der/die hier schon ein Jahr lang Freiwilligenarbeit leistet. — Upps, ich hab ja ganz vergessen, mein Jubiläum mit euch zu feiern! Schande über mich, 7chouma, darüber sollte ich bald mal einen Beitrag schreiben… —

Wir machten uns also auf zum Souk in Akkari, ein Stadtteil Rabats. Ich habe mich irgendwie sofort in den Ort verliebt, der meine Flohmarkt-Erinnerungen mit meinen Erfahrungen von marokkanischen Märkten kombinierte. Unser Freund fragte mich – leicht besorgt, aber auch sehr amüsiert „Dein Ernst? Du magst es hier? Es ist soooo dreckig hier.“
Wir suchten also nach ein paar Waschmaschinen, fanden einige, die zwar nach viel aussahen, aber auch viel kosteten und über unserem Budget waren, schließlich kamen wir zum Ende des Marktes, wo wir eine alte, rostige Maschine fanden, der Preis für sie weniger als die Hälfte für die anderen. Wir entschieden uns, sie zu kaufen.

Aber das ist nicht wirklich, worauf ich hinauswollte. Das wohl bedeutendste Ereignis für diesen Artikel ist der Weg nach Hause mit der Waschmaschine. Es gab da so einen Transporter- Typen, der sie für uns in einem kleinen Transporter mitnahm, mir zwei Sitzen vorne und der Waschmaschine auf der Ladefläche. Und im Endeffekt auch ich auf der Ladefläche. Das ist genau das, was ich schon immer mal tun wollte, spätestens seit ich hier in Marokko ankam und endlich nach einem Jahr hatte ich die Chance, es auszuprobieren. Ich genoss die knapp vier Kilometer nach Hause viel zu sehr, saß lachend und in mich hineingrinsend mit dem Rücken an der Waschmaschine, die Auto und Motorradfahrer anlächelnd, die sehr verwirrt meist zurückschauten.
Wenn es nur nicht so teuer wäre, immer irgendwelche Sachen zu transportieren oder neue Waschmaschinen zu kaufen, würde ich es immer machen und so auch auf Arbeit fahren. Naja gut, ich bin ein bisschen verrückt, das ist bestimmt keine Neuigkeit für euch.

Ende der Geschichte: Wir brachten die Waschmaschine sicher und gut nach Hause, an der Haustür blieb ein Kabel hängen und ein Teil ging kaputt. Also muss der Waschmaschinenmechaniker nochmal kommen, wuhuu.