Surfen in Marokko

Ganz kurz zu Beginn: Mein Freiwilligendienst ist zwar zu Ende, aber das Land beeindruckt mich immer noch und lässt mich noch nicht ganz los, also werde ich hier mal wieder einen Beitrag posten. Später kommt (incha allah) dann noch eine Art Fazit/Überblick über meine Zeit hier, was ich eigentlich schon längst mal niederschreiben wollte, doch irgendwie ist es zu schwer, ein ganzes Jahr irgendwie in einen Blogbeitrag zusammenzufassen. Also diesmal ein Thema,was mir gefällt und woran man wahrscheinlich nicht zuerst denkt, wenn man „Marokko“ im Kopf hat: Surfen.

Zwar gibt es Leute, die extra deswegen nach Marokko kommen, aber ich bin mir sicher,  viele meiner Follower haben noch nie selber auf einem Board gestanden oder es versucht, schon allein deswegen, weil das Meer immer stundenlang entfernt war und auch sonst kaum Wellen darin sind. Surfen war immer etwas exotisches, cooles, wofür man aber extra irgendwo in die Karibik hinfahren musste.
So war es zumindest in meiner Vorstellung und bestimmt auch in der vieler meiner Freunde und Bekannten.

Ich stand also nie auf dem Wasser (außer Stand-Up-Paddeln, das gibts bei uns), geschweige denn bin auf einer Welle geritten. Hier angekommen sah das Meer ganz anders aus, als die gewohnte Ostsee, zu der es manchmal im Urlaub oder zur Klassenfahrt ging, schon allein das Baden wurde in der zweiten Hälfte des Jahres durch riesige Wellen (für meine Verhältnisse) zur gefährlichen Angelegenheit. Welle war Welle und sie waren groß und gefährlich, so groß und gefährlich, dass ich sogar manches Mal in meinen ersten Wochen hier lieber draußen wartete anstatt mich von Wellen herumschubsen und ertränken zu lassen.

Das Geheimnis ist, dass man bei großen Wellen nicht drüberspringen, sondern drunter durch muss. Also, Finger in die Nase (oder an die Nase, funktioniert auch 😉 ), Luft anhalten, rein mit dem Kopf. Ins Wasser natürlich.

Mit einem Surfboard ist dass dann nochmal etwas anders, auch da hab ich mich am Anfang schwer getan. Das Board muss über die Welle drüber, und ich also irgendwie auch.
Da war so eine Surfstunde schonmal schnell beendet, wenn die Welle dann doch zu groß war und genau so brach, dass ich mitsamt Board keine Ausweismöglichkeiten hatte und wir beide kopfüber im Wasser landeten. Inzwischen würde ich stolz von mir behaupten, vor den Wellen keine Angst mehr zu haben, aber das macht das Surfen an sich auch nicht gerade weniger kompliziert. Immerhin muss man zur richtigen Zeit die richtige Technik anwenden, um überhaupt eine Welle zu bekommen, dann auch noch aufstehen auf dem Board und wenn möglich stehen bleiben. Und das alles nur, wenn man überhaupt genug Balance auf dem Board hat, um damit hinauszupaddeln.

Das erste Mal ein Surfboard in der Hand hatte ich wohl vor etwas mehr als einem Jahr. So richtig angefangen, einigermaßen regelmäßig zu surfen hab ich vielleicht vor einem halben Jahr, ich erinnere mich nicht genau. Und trotzdem ist das ganze immer noch nicht so leicht. Aber es macht unglaublich Spaß.

So, weniger zu mir, mehr zu Marokko und Surfen! In Marokko gibt es Orte, die nur aufs Surfen ausgelegt sind und zwei davon war ich auch neulich mal besuchen. Taghazout und Imsouane. Was die beiden gemeinsam haben, ist, dass sie klein sind, an jeder Ecke Surf-Shops stehen und man in ihnen wohl mehr Touristen als Einheimischen begegnet.
Beide sind sehr schön und nur zu empfehlen, auch für Beginner. Als wir da waren, waren die Wellen zwar nicht perfekt, aber wir verbrachten trotzdem eine schöne Zeit.

Imsouane ist vor allem gut für Longboards, also die großen, langen Surfboards. Und von daher auch für Anfänger, zumal es ganze Surfcamps dort gibt. Zumal waren vor allem vom Gefühl her die jungen Surfer und Surferinnen mehr verbunden als in Taghazout. Aber vielleicht sind in Imsouane auch einfach mehr Leute als in Taghazout. Zumindest war das kleine aber feine Strandstück voll mit Leuten in Neoprenanzügen.

Leider waren wir nur drei Nächte in den beiden Städten, weshalb ich mir kein ausführliches Urteil erlauben möchte, aber vom ersten Eindruck her auf jeden Fall empfehlenswert!

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Strand in Imsouane
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eines der vielen Surferhostel
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Hundewelpen!!! Niedlich!

Ein Kommentar zu „Surfen in Marokko

  1. … und ich bestätige, sie beherrscht inzwischen die Wellen des zweitgrößten Ozeans der Erde…. Danke Emmi für mal wieder wundervolle Tage in diesem bezaubernden Land !!!

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